SPD – Ortsverein besucht Museum Quintana in Künzing

Der Einladung zur Besichtigung des Museums Quintana waren am vergangenen Montag viele Mitglieder des SPD – Ortsvereins Osterhofen, aber auch des Ortsvereins Gergweis gefolgt. Zu den Besuchern zählten unter anderem auch MdB Bruni Irber, SPD – Bundestagskandidatin Rita Hagl sowie MdL Bernhard Roos, die Ortsvorsitzender Thomas Etschmann eingangs begrüßte.
In den folgenden eineinhalb Stunden nahm Bürgermeister Bernhard Feuerecker, der sich dankenswerterweise bereit erklärt hatte die Führung durch das Museum zu übernehmen, die Gäste mit auf eine faszinierende, spannende Reise in die Vergangenheit.
Bereits seit dem 6./5. Jahrtausend vor Christus, zur Zeit der Jungsteinzeit, konnten in Künzing Siedlungsspuren festgestellt werden. Dazu zählt auch die in den 80er Jahren des letzten Jahr-hunderts ausgegrabene Kreisgrabenanlage im Künzinger Ortsteil Unternberg, bei der es sich aller Wahrscheinlichkeit nach um einen riesigen Kultplatz handelte.
Auch aus der Bronzezeit und der Eisenzeit (3.-/1. Jahrtausend vor Christus) gibt es in Künzing nachgewiesene Siedlungstätigkeit. Davon zeugen zahlreiche Funde, darunter auch ein nachgebauter Brennofen zum Schmelzen eisenhaltigen Gesteins.
Um das Jahr 90 nach Christus wurde das römische Hilfstruppen-kastell Quintanis in Künzing gegründet, das etwa 500 Soldaten einer gemischten Abteilung aus Fußsoldaten und Reitern Platz bot.
Verschiedene Exponate, wie z.B. Spielsteine, Schmuck sowie einfaches Gebrauchsgeschirr und feines Tafelgeschirr (terra sigilata) erzählen die Geschichte eines florierenden Lebens, das in der Mitte des 3. Jahrhunderts nach Christus ein gewaltsames Ende fand, als das Kastell bei Überfällen der Alamannen zerstört wurde.
Nur wenige, dafür aber umso bedeutendere Funde zeugen von der Geschichte Künzings nach der Zerstörung des Militärlagers. Sie belegen die ununterbrochene Weiterbesiedelung des Ortsgebietes auch in den Wirren der Völkerwanderungszeit.
Für das frühe Mittelalter belegen Funde aus einem großen bajuwarischen Gräberfeld Tracht und Ausrüstung der hier im 6. – 8. Jahrhundert nach Christus ansässigen Bajuwaren.
Abschließend bedankte sich Ortsvorsitzender Thomas Etschmann bei Bürgermeister Feuerecker für die überaus interessante und kurz-weilige Führung und man machte kurzerhand Einkehr im Biergarten des Gasthauses Hötzl in Galgweis.


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