Kosten auch bei Aufgabe der Sauna

Osterhofener Zeitung PNP 21.11.2009

Mitgliederversammlung der SPD Gergweis mit Wahlnachlese

Gergweis. In der Mitgliederversammlung mit Wahlnachlese hat der SPD-Ortsverband Gergweis am Mittwoch bei seinem Vorsitzenden Matthias Meier rege über den Parteitag der SPD in Dresden und die Ursachen des Wahldebakels diskutiert. Die SPD-ler zeigten sich zuversichtlich, dass die Rolle der Opposition der Partei Zeit gebe sich zu stärken. Im Großen und Ganzen herrschte jedoch Unverständnis für das Wahlergebnis, denn Themen wie der Kampf gegen den Donauausbau, Mindestlöhne und der Ausstieg aus der Atomenergie fänden zwar die Zustimmung der Mehrheit der Bevölkerung, doch das Wahlverhalten spiegle dies nicht wider. Erfolge wie das Erneuerbare-Energien-Gesetz gelte es in Zukunft besser zu verkaufen. Künftig solle sich die SPD auf Bildung, freie Kindergartenplätze und deren verpflichtenden Besuch konzentrieren.
Zweiter Bürgermeister Thomas Etschmann informierte die Mitglieder über Aktuelles aus dem Stadtrat. Dem Bürgerbegehren zur Stilllegung der Sauna steht die SPD negativ gegenüber. Die Initiatoren des Bürgerbegehrens, das laut SPD Kosten von rund 12 000 Euro verursachen würde, gingen von 188 000 Euro geschätzten Kosten aus. Die tatsächlichen Kosten, die auch niedriger ausfallen könnten, werde erst die Ausschreibung ergeben.
Auch die Aufgabe der Sauna ohne Folgenutzung oder Rückbau würde Kosten in Höhe von 30 000 Euro verursachen. Außerdem sähen es die SPDler als Schildbürgerstreich, würde man 166 Quadratmeter ungenutzt lassen, während Hallenbad und Turnhalle in neuem Glanz erscheinen. Sie waren sich einig, dass die Stadt ein breites Angebot für alle Altersgruppen bieten sollte. Folgt man den Argumenten des Antragstellers, der diese „Verschwendung von Steuergeldern“ nicht mittragen kann, so könnte man auch die Schließung weiterer defizitärer kommunaler Einrichtungen wie Kneipp-Anlage oder Freibad fordern, so der Ortsverband. – oz


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