Neues Konzept: Gemeinschaftsschule
Osterhofener Zeitung 11.10.2011
MdL Reinhold Perlak referierte beim SPD-Ortsverein
Osterhofen. „Seit Jahren wird das Schulsystem immer schlechter. Auch ein neuer Name, statt Hauptschule jetzt Mittelschule, ändert daran nichts“: So eröffnete Vorsitzender Thomas Etschmann am Freitag die Mitgliederversammlung desSPD Ortsvereins Osterhofen im Gasthaus Frühlingsstüberl. Bei der Informationsveranstaltung referierte Landtagsabgeordneten Reinhold Perlak zu dem Thema „Gemeinschaftsschule–Die bessere Antwort für Bayern“. Er erläuterte den interessierten Anwesenden das von Martin Güll entwickelte Konzept und betonte dabei, dass in einer Gemeinschaftsschule, in der die Schülerinnen und Schüler bis zur 10. Klasse gemeinsam Unterricht erhalten, die unterschiedlichen Lernstärken individueller gefördert werden können. „Für den Erfolg einer Schule ist die Qualität des Lernens entscheidend“, so Perlak in seinem Referat. „In einer Gemeinschaftsschule wird eine individuelle und gute Schulausbildung garantiert.“ In der sich an den Vortrag anschließenden sehr engagierten Diskussion waren sich die anwesenden SPD-Mitglieder einig darüber dass das derzeitige Schulsystem geändert gehört. Zu große Klassen und die frühe Selektion nach der 4. Klasse sind nicht nur eine Belastung für die Kinder. Gleichzeitig wurde darauf hingewiesen, dass eine Einführung einer Gemeinschaftsschule mit einigen Mehrkosten verbunden sein dürfte. Einige befürchteten, dass eventuell das Schulniveau sinken könnte. Dem widersprach Perlak: Das Gegenteil wäre der Fall. Zum Schluss der Veranstaltung bedankte sich Landtagsabgeordneter Perlak für die ehrliche und vor allem auch kritische Diskussion. Nur so könne aus dem derzeitigen „Entwurf“ einer Gemeinschaftsschule ein tragbares und zukunftssicheres Konzept erstellt werden, damit in Zukunft jeder das Beste aus sich machen kann und kein Talent verschwendet wird. „Dies ist auch vor dem Hintergrund zu sehen, dass Bayern auf einen enormen Fachkräftemangel hinsteuert. Dass bedeutet: Es muss jetzt gehandelt werden!“, so Perlak. − oz