Navigation

Nur Lob für Retter beim „Blaulichtempfang“

Osterhofen 17. September 2018 – Deggendorfer Zeitung

SPD-Kreisverband schaute sich mit Landtags-Fraktionssprecher Dr. Paul Wengert im Rettungszentrum um

Osterhofen. Informationen über die Arbeit von Feuerwehr, BRK und Wasserwacht hat es am Freitag beim „Blaulichtempfang“ des SPD-Kreisverbandes Deggendorf im Rettungszentrum Osterhofen gegeben.

Anlass war der Besuch von Dr. Paul Wengert, Mitglied des Ausschusses für kommunale Fragen, innere Sicherheit und Sport sowie Kommunal- und innenpolitischer Sprecher der SPD-Fraktion im Bayerischen Landtag. Empfangen wurde er von Bernd Vilsmeier, SPD-Kreisvorsitzender in Dingolfing-Landau mit seinem Deggendorfer Amtskollegen Ewald Straßer und einigen Ortsvorsitzenden sowie 2. Bürgermeister Thomas Etschmann und Stadtrat Robert Kröll als Vertreter der Stadt und des SPD-Ortsverbandes Osterhofen.

BRK-Bereitschaftsleiter Max Angermeier, der mit Stellvertreter Daniel Schmidkonz, Jochen Seidl, Vorsitzender der Wasserwacht und KBM Manfred Ziegler, Kommandant der Feuerwehr Osterhofen, nahmen sich die Zeit, die Gäste durch das Rettungszentrum zu führen und ihnen Fahrzeuge, Ausrüstung und Gerätschaften zu zeigen.

Aufgrund der Größe des Stadtgebietes liegt die jährliche Kilometerleistung eines BRK- Rettungswagens bei etwa 120 000 Kilometer. Der Vorteil, dass alle Rettungseinheiten unter einem Dach untergebracht sind, wird bei Großschadenslagen wie dem Hochwasser 2013 deutlich: Wegen der kurzen Wege kann vieles vor Ort geplant und organisiert werden.

Anschließend trafen sich die Genossen im Mühlhamer Keller. Zum Vortrag von Dr. Paul Wengert war auch Rita Hagl-Kehl, parlamentarische Staatssekretärin im Justizministerium, direkt von einer Sitzung in Berlin angereist. „Es gibt nichts Gutes, außer man tut es!“, bedankte sich Dr. Wengert für die Zivilcourage und den Idealismus der vielen Ehrenamtlichen im Rettungsdienst. „Hier finden Menschen zusammen, die ein großes Herz haben, die bereit sind, selbstlos für andere da zu sein, und die wissen, was Solidarität und Toleranz bedeuten.“ Ihre Arbeit sei für jede Gesellschaft unverzichtbar und werde in Zukunft noch wichtiger, betont er als Vizepräsident des Bayerischen Roten Kreuzes.

Der Freistaat Bayern sei das Bundesland mit dem höchsten ehrenamtlichen Engagement in Deutschland, vielleicht sogar in ganz Europa. Auch in Deutschland habe sich der Anteil der freiwillig engagierten Menschen in den vergangenen 20 Jahren von 18 auf 34 Prozent der Gesamtbevölkerung erhöht. 39 Prozent aller Jugendlichen setzten sich für soziale oder gesellschaftliche Zwecke ein. Dieses Engagement beruhe im Sinn einer neuen Auffassung von Freiwilligkeit nicht nur auf dem Geben allein, sondern auch auf Nehmen und Empfangen. „Ehrenamtliche Arbeit macht Freude, sie bringt Anerkennung und Wertschätzung, sie macht das Leben reicher und sie sorgt dafür, dass unsere Gesellschaft besser zusammenhält“, zitierte der Referent Bundeskanzlerin Merkel. Anderen helfen zu können und zu dürfen, vermittele auch Freude und Genugtuung. Dies sei ein gutes Gefühl, das sich alle Helfer hin und wieder gönnen sollten. Leider würden viele Mitmenschen die Bedeutung des Ehrenamts erst im Ernstfall schätzen. Große Sorgen macht er sich über die zu erlebende Respektlosigkeit und Gewalt gegen Einsatzkräfte. Hier höre der Spaß auf.

Über die aktuelle Situation in der Türkei und in Nahost kam der Abgeordnete zuletzt auf Europa zu sprechen, das keine „Insel der Seligen“ mehr sei: „Wer hätte vor 15 Jahren gedacht, dass wir wieder einmal für die Demokratie und ihre Werte kämpfen müssen?“ wis

„Die CSU ist auf Krawall gebürstet!“

Osterhofen 10. Mai 2018 – Deggendorfer Zeitung

Hauptversammlung des SPD-Ortsvereins – Referat von Rita Hagl-Kehl

Osterhofen. Kreuze in Amtsstuben und harte Sicherheitspolitik: Der bayerische Ministerpräsident Markus Söder geht mit seinen Vorschlägen an die Grenzen des Rechtsstaats. „Gegen die AfD wird ihm das jedoch nichts nutzen“, lautete die einhellige Meinung der Mitglieder des SPD-Ortsverbandes in der Jahreshauptversammlung am Freitag.

Neben zahlreichen Genossen konnte Ortsvorsitzender Thomas Etschmann auch die Parlamentarische Staatssekretärin im Justizministerium, MdB Rita Hagl-Kehl, den Landtagsdirektkandidaten und SPD-Kreisvorsitzenden im Landkreis Dingolfing-Landau, Dr. Bernd Vilsmeier, sowie den Direktkandidaten zum Bezirkstag und Deggendorfer SPD-Kreisvorsitzenden, Ewald Straßer im „Frühlingsstüberl“ begrüßen. Nach dem Bericht über diverse Aktionen des vergangenen Jahres, gab Etschmann einen Ausblick auf kommende Veranstaltungen wie den Flohmarkt im Rahmen des Ferienprogramms, das Sommerfest sowie die 100-Jahr-Feier des Ortsvereins am 9. November in der Osterhofener Stadthalle als Jahreshöhepunkt.

Kassier Johann Irber legte die finanzielle Lage des SPD-Ortsvereins dar. Ihm wurde von den Kassenprüfern eine gewohnt penible Buchführung bescheinigt.

Anschließend wandte sich Etschmann kommunalpolitischen Themen zu und bezog Stellung zur Ausweisung eines neuen Baugebietes der Stadt Osterhofen am Wasserturm. Bereits in der Bauauschusssitzung im April habe er auf die enorme Größe des Baugebietes und den damit einhergehenden Flächenverbrauch hingewiesen. Das neue Baugebiet am Wasserturm werde 76 Parzellen umfassen, was – bei vier Personen pro Parzelle – später rund 300 Anwohnern entspricht. Architektonisch sein der vorgestellte Bebauungsplan „nicht gerade der große Wurf“, jedoch sei es Aufgabe der Stadt, Baugrundstücke in ausreichender Zahl vorzuhalten. Auch der Erwerb der Grundstücke über Optionsverträge, die vor vielen Jahren noch von Bürgermeister a.D. Horst Eckl geschlossen wurden, sei Ausdruck einer vorausschauenden Grundstückspolitik seitens der Stadt Osterhofen. Schließlich kam der Ortsvorsitzende auf den erneuten Unfall an der Roßfeldener Kreuzung zu sprechen, der die Dringlichkeit nach einer Lösung zur Erhöhung der Verkehrssicherheit aufzeigte.

„Die CSU ist auf Krawall gebürstet“, stellte die Parlamentarische Staatssekretärin Rita Hagl-Kehl in ihrem Grußwort über das Verhalten der CSU-Abgeordneten in Berlin fest. Besonders unverfroren sei Bundesinnenminister Horst Seehofer, der plane, das Ministerium um „heimatbezogene Innenpolitik“ zu ergänzen und dafür über 100 Planstellen fordere. „Nicht wenige, auch CDU-Politiker“, so Hagl-Kehl „sehen dies als teuren Luxus an, da niemand wisse, was die überhaupt machen sollen und warum der Bund so etwas machen will.“

Mahnende Worte fand Hagl-Kehl gegen das, in Bayern geplante und später bundesweit auszudehnende Polizeiaufgabengesetz, das im Rahmen der Verfassung keinen Bestand haben werde. In Bezug auf den Dieselskandal meinte sie: „Es ist an der Zeit, sich um die Autofahrer zu kümmern und nicht um die Konzerne, die uns das eingebrockt haben.“ Man prüfe von Seiten der Politik die Möglichkeit von Sammelklagen. Zudem werde die SPD im Sommer einen Gesetzentwurf vorlegen, durch den es Vermietern nicht mehr möglich ist, die Sanierungskosten vollständig auf die Mieter umzulegen, um diese über kurz oder lang aus der Wohnung hinaus zu ekeln.

Beim neuen Polizeiaufgabengesetz sowie dem Psychisch-Kranken-Hilfe-Gesetz müsse man um den Rechtsstaat und die Freiheit bangen, erklärte Landtagsdirektkandidat Dr. Bernd Vilsmeier. Söder verspreche derzeit jedem alles: mehr Polizei, obwohl in Bayern jede zehnte Stelle nicht besetzt ist, mehr staatlichen Wohnungsbau, obwohl Söder 2013 als Finanzminister 33 000 Wohnungen der staatlichen Wohnungsbaugesellschaft GBW an die Patrizia AG verscherbelt habe, und ein Raumfahrtprogramm, obwohl in Bayern 1300 Brücken und 5000 Kilometer Staatsstraßen dringend saniert werden müssten. Dazu seien zahlreiche Gefängnisse, Gerichtssäle und Justizgebäude in Bayern marode. Geschätzte Sanierungskosten: 1,24 Milliarden Euro.

Zuletzt versprach SPD-Kreisvorsitzender und Direktkandidat zum Bezirkstag, Ewald Straßer, sich weiter um den barrierefreien Ausbau des Osterhofener Bahnhofs – ein persönliches Herzensanliegen seinerseits – zu bemühen. Zweitstimmenkandidat für den Landtag, Stadtrat Robert Kröll, rief abschließend auf, der AfD schon an der Basis zu begegnen und erinnerte so an die Wichtigkeit dieser Arbeit. oz

Demokratie ist der Edelstein für die Gesellschaft

Osterhofen 25. April 2018 – Deggendorfer Zeitung

SPD-Landtagsabgeordneter Markus Rinderspacher referierte über 100 Jahre Freistaat Bayern


Osterhofen. Vor 100 Jahren, am 8. November 2018, hat Kurt Eisner die Demokratie ausgerufen: „Bayern ist fortan ein Freistaat“. Für die Stärkung dieser Demokratie hat Markus Rinderspacher, Fraktionsvorsitzende der SPD im Bayerischen Landtag, am Montagabend im Foyer der Stadthalle ein leidenschaftliches Plädoyer gehalten. Sie sei „die beste Staatsform, die wir auf bayerischem Boden je hatten“ und stehe für Freiheit, Solidarität und Gerechtigkeit.

100 000 Menschen hatten sich im November 1918 zu einer Großkundgebung auf der Münchner Theresienwiese versammelt – die größte Demonstration in Bayern bis heute. Da es damals noch keine Lautsprecher gab, mussten zwölf Multiplikatoren den weiter hinten stehenden Menschen die Reden wiederholen, schilderte Rinderspacher eindrucksvoll die Geschehnisse. Mit dem Freistaat und der Demokratie wurden damals das allgemeine freie Wahlrecht für Männer und Frauen sowie der Acht-Stunden-Tag eingeführt.

Umso mehr schmerzt Rinderspacher die wachsende Demokratie-Verdrossenheit. Zwar gestand er bei einigen Themen „handfeste politische Mängel“ ein. Doch Demokratie bedeute eben auch gleiche Rechte und Pflichten für alle, der Bürger befinde sich mit der Regierung auf Augenhöhe, jeder könne sich in den politischen Diskurs einbringen. Dies stehe im Gegensatz zur monarchistisch geprägten Haltung „Wir da unten, die da oben.“

Die Konsequenz für den SPD-Fraktionsführer im Landtag: Das republikanische Bewusstsein der Bürger müsse stärker gefördert werden. Die SPD fordere deshalb für heuer einen gesetzlichen Feiertag zum 100. Jubiläum des Freistaats am 8. November 2018 – ähnlich wie vergangenes Jahr am Reformationstag. Die republikanische Erinnerungskultur komme zu kurz, „Bayern geht zu lax mit seiner Geschichte um“, kritisierte der Oppositionsführer.

Im Gegensatz zu Frankreich, wo es an vielen Orten einen „Place de la Republique“, einen Platz der Republik, gebe, erinnerten in Deutschland Straßennamen wie die Münchner Ludwigsstraße eher an monarchistische Zeiten. Rinderspacher forderte, mehr bayerische Persönlichkeiten zu würdigen. Klar, dass der SPD-Fraktionsvorsitzenden da vorwiegend herausragende SPD-Politiker wie Kurt Eisner vorschlug. Oder Wilhelm Hoegner, der bei seiner Rückkehr aus dem schweizer Exil bereits einen Entwurf für die heutige Bayerische Verfassung in der Tasche hatte und 1945 bis 1946 sowie 1954 bis 1957 Bayerischer Ministerpräsident war.

In seinem Vortrag hat Markus Rinderspacher immer wieder die Verdienste der Sozialdemokraten und der Sozialdemokratischen Partei herausgestrichen. Zugleich plädierte er aber vehement für die Stabilisierung der Demokratie als „Edelstein des gesellschaftlich organisierten Zusammenlebens“.

Kritische Bilanz zur CSU-Politik zog Bernd Vilsmeier als SPD-Direktkandidat für Deggendorf und Dingolfing für den Landtag: unterbesetzte Polizeistellen, Bauämter, Gerichte und Veterinär-Kontrolleure. Schwimmbäder, Krankenhäuser und kleine Schulen seinen von der Schließung bedroht. Ewald Straßer, Kreisvorsitzender und Direktkandidat für den Bezirkstag, erinnerte an den Osterhofener Bahnhof, der trotz Fachklinik nicht barrierefrei sei. In seinem kurzen Grußwort rief er dazu auf, einen gute Wahlkampf zu machen.  Ortsvorsitzender und 2. Bürgermeister Thomas Etschmann hatte eingangs die drei stellvertretenden Kreisvorsitzenden Bernhard Feuerecker, Thomas Müller und Susanne Riedl begrüßt, zudem MdB a.D. Bruni Irber, sowie Matthias Meier als Ortsvorsitzenden in Gergweis und weitere Stadtratskollegen und als Landtags-Listenkandidaten Robert Kröll. Neben Freistaat und Frauenwahlrecht könne heuer auch der SPD-Ortsverein im November sein 100. Jubiläum feiern. gs

Kinderkrippe auch für das Vilstal?

Osterhofen 3. Februar 2018 – Osterhofener Zeitung

Anfrage der SPD-Fraktion – Immobilie gesucht

Osterhofen. Auch im Vilstal brauchen arbeitende Eltern Hilfe bei der Kinderbetreuung – gerade auch bei sehr kleinen Kindern. Stadtrat Matthias Meier hat dazu für die SPD am Donnerstag im Stadtrat angefragt, ob eine Kinderkrippe im Vilstal eingerichtet werden könnte.
In vielen Familien sind beide Elternteile berufstätig – weil sie finanziell auf zwei Einkommen angewiesen sind oder keiner den Anschluss im schnelllebigen Berufsleben verlieren will. Die nächste Kinderkrippe in Forsthart sei ausgelastet. „Viele Eltern können somit ihre Sprösslinge nur vereinzelte Tage unterbringen“, schildert Matthias Meier.

Kinderkrippen in Osterhofen oder Altenmarkt hingegen seien zu weit entfernt: Der Zeitaufwand, um das Kind von Gergweis oder Galgweis nach Altenmarkt zur Betreuung zu fahren und anschließend zum eigenen Arbeitsplatz zu kommen, sei zu hoch. „Da müssen wir den ländlichen Raum stärken“, meinte Meier.

Er ist sich bewusst, dass der rechnerische Bedarf an Kinderkrippen-Plätzen in der Stadtgemeinde, gerade durch den Neubau in Altenmarkt, abgedeckt werde. Entsprechend seien keine Förderungen mehr für bauliche Maßnahmen zu erwarten.

Dennoch hofft er auf eine unkomplizierte Lösung für das Vilstal und schlägt vor, eine Krippe in einem bestehenden Gebäude zu installieren. Stadtratskollege Johann Beham nannte den oberen Stock des Kindergartens, den Pfarrgemeinderat und Kirchenverwaltung nutzten. Allerdings wäre der Bau einer Außentreppe als Fluchtweg nötig.

Bürgermeisterin Liane Sedlmeier zeigte sich aufgeschlossen, warnte aber vor den hohen Anforderungen an Bausubstanz, Personal und Ausstattung für eine Kinderkrippe. Sie schlug vor, zunächst die Anmeldezahlen für Kindertagesstätten abzuwarten, die derzeit für die ganze Stadt eruiert werden. Im Rathaus werden Vorschläge für eine passende Immobilie angenommen, die dann auf ihre Eignung geprüft werden. Erst dann, so Sedlmeier, könne man entscheiden. gs

SPD ehrt langjährige Mitgliede

Osterhofen 20. Dezember 2017 – Osterhofener Zeitung

Weihnachtsfeier des Ortsvereins mit diversen Auszeichnungen

Osterhofen. Vor 40 Jahren ist Hedi Fischer in die SPD eingetreten. In Anerkennung dieser Treue zur SPD überreichte Ortsvereinsvorsitzender Thomas Etschmann der langjährigen Sozialdemokratin am Sonntagabend bei der Weihnachtsfeier in den Arcobräu Stuben die silberne Ehrennadel. Weitere Ehrungen erhielten Gerlinde Ziegler (25 Jahre) sowie Stefan Ruschitschka und Peter Wagner (jeweils zehn Jahre).
Besonders begrüßte Etschmann zu Beginn Kreisvorsitzenden Ewald Straßer, Kreisehrenvorsitzenden Georg Weiß und Fraktionssprecher Karl-Heinz Hierzegger. Etschmann sandte deutliche Signale in Richtung Willy-Brandt-Haus: „Wenn man immer wieder Wahlen verliert, muss man die Politik ändern, die die Wähler vertreibt.“ Die SPD müsse sich klar nach links orientierten und dabei einen realistischen Kurs einschlagen. Mache die SPD weiter wie bisher, so bestätige sie ein neoliberales Credo: „Entweder es ändern sich die Zahlen, oder es ändern sich die Gesichter“, kritisierte Etschmann den Kurs der Partei seit dem Schröder-Blair-Papier. Stellvertretend für einen Neuanfang der europäischen Sozialdemokratie sieht Etschmann den britischen Labour-Führer Jeremy Corbyn, „weil er im Neoliberalismus das Grundübel unserer Zeit sieht und den Verrat an den Traditionen der Arbeiterpartei bekämpft“. Das neue Motto der SPD solle lauten: „Für die Menschen, nicht für die Märkte“. Kreisvorsitzender Straßer schloss sich im Grußwort diesen Positionen an und wünschte sich, dass „die SPD wieder der Ort wird, der sich um die Probleme der Menschen kümmert.“
Im besinnlichen Teil lasen Karl-Heinz Hierzegger und Thomas Etschmann weihnachtliche Geschichten aus alter Zeit. Anschließend brachte Robert Kröll als Auktionator allerlei Sachspenden unter den Hammer. Nächstes Jahr wird der SPD Osterhofen 100 Jahre. Der Ortsverein ist damit genauso alt, wie der Freistaat Bayern, der am 8. November 1918 von dem Sozialdemokraten Kurt Eisner ausgerufen wurde. Es liegt daher nahe, dass das Gründungsfest im kommenden Jahr an diesem Gedenktag gefeiert wird.mik 

SPD: bezahlbaren Wohnraum für Bürger schaffen

Osterhofener Zeitung 17.05.2017

Jahreshauptversammlung des Ortsvereins – Schwerpunkt: Bauen und Wohnen

Osterhofen. Im Gegensatz zur Bundes- und Landesparteiebene setzt der SPD-Ortsverein Osterhofen auf Stabilität in der Vorstandschaft. Ortsvorsitzender Thomas Etschmann umreißt bei der Jahreshauptversammlung am Freitag politisches Geschehen von der Bundes- bis zur Kommunalebene. Knapp die Hälfte der 40 Osterhofener Genossen konnte Etschmann im Frühlingsstüberl willkommen heißen. Darüber hinaus begrüßte er Kreisvorsitzenden Ewald Straßer, dessen Stellvertreterin Inge Slowik sowie den Ortsvorsitzenden der SPD Gergweis, Matthias Meier, welche die späteren Neuwahlen leiteten. Nach kurzem Innehalten für das verstorbene Mitglied Reinfried Taubenberger folgte der Bericht des ersten Vorsitzenden. Diesen begann Etschmann mit einer Rekapitulation des vergangenen Vereinsjahres und gab einen Ausblick auf kommende Veranstaltungen wie den traditionellen Flohmarkt im Rahmendes Ferienprogramms. Er dankte allen Vorstandskollegen, Mitgliedern und Gönnern des Ortsvereins für ein gelungenes Jahr. Anschließen bezog der Ortsvorsitzende Stellung zur Parteispitze: „Ich glaube an die Fähigkeit von Martin Schulz und halte ihn für den besten Kandidaten.“ Auch zog er den Hut vor Sigmar Gabriel für dessen Rückzug. Der „Schulzeffekt“ sei bei den Landtagswahlen noch nicht zu spüren gewesen, zeichne sich aber bei den bundesweit 10 000 Neumitgliedern deutlich ab. Etschmann rechnet der SPD veritable Chancen aus, mit Schulz den nächsten Kanzler zu stellen. Angesichts der Steuermehreinnahmen hält Etschmann die seit Jahren versprochene Entlastung der Steuerzahler für längst überfällig und mehr als angebracht. In der Landespolitik kritisierte er die vielen Versäumnisse im Verkehrswegeplan: „Der sechsspurige Ausbau der A 3 lässt auf sich warten, die B 20 wurde nicht aufgewertet, die B 11 sogar herabgestuft und es wird keine zweigleisige Bahnstrecke Plattling-Landshut geben.“ Auch im Bereich Bildung zeigte der hauptberufliche Lehrer große Mängel auf. Keine einzige Schule profitiere derzeit vom „Bildungspakt“. Die 1000 neuen Gymnasiallehrer kommen laut Etschmann erst im Jahr 2025 und die versprochenen 50 zusätzlichen Lehrkräfte für 3000 Mittelschulen gleichen einem Tropfen auf den heißen Stein. Darüber hinaus belege Bayern im Ganztagesunterricht schon seit Jahren den letzten Platz. Beim Thema Schule bleibend, aber auf die kommunale Ebene wechselnd berichtete Etschmann, Zweiter Bürgermeister der Stadt, über die weiteren Entwicklungen bei der Zusammenlegung der Mädchenrealschule Damenstift und der Landgraf-Leuchtenberg Realschule für Knaben. Kürzlich wurde im Stadtrat das Konzept zur städtebaulichen Entwicklung des Schulzentrums Seewiese beschlossen. Bezahlt werden soll dies vom Kreis Deggendorf. Laut Landrat Christian Bernreiter allerdings nur bei stabilen Anmeldezahlen, führte Etschmann an. Deshalb schwebe ein Damoklesschwert über dem ganzen Projekt, denn die stark rückläufigen Anmeldungen seien der Grund für die Maria-Ward-Stiftung gewesen, eine Zusammenlegung zu beantragen. „Man darf gespannt bleiben“, sagte Etschmann, aber durch die Fusion sollte der Bau möglich sein. Und so schlug der Vorsitzende den Bogen zu dem Thema, welches sich die Osterhofener Genossen seines Erachtens nach für die kommenden Jahre auf die Fahne schreiben müssen: Bauen und Wohnen. Dort gebe es wahrlich Engpässe und es stehe nicht ausreichend Grund zur Verfügung, kritisierte der SPD-Ortsvorsitzende. Deshalb müsse die Stadt Leerstände und Baulücken erfassen. Auch herrsche dringender Sanierungsbedarf bei städtischem Immobilienbesitz im Bereich der Innenstadt. Gäbe es einen Preis für die „greisligste“ Straße, hätte die Lohgasse gute Chancen, klagte Etschmann. Ein weiterer Kritikpunkt war das ehemalige Kino. Das dem Verfall preisgegebene Gebäude an der Einfahrtsstraße zum Stadtplatz sei „ein Schandfleck“ der Stadt Osterhofen und müsse behoben werden, eventuell mit Hilfe eines privaten Investoren. Die Sanierung der Dreifachturnhalle solle ebenfalls ins Auge gefasst werden. Mit Verweis auf den 30-prozentigen Zuschuss des Freistaates für Erwerb, Bau und Umbau von Immobilien zur Förderung sozialen Wohnraums, forderte Etschmann: „In der jetzigen Niedrigzinsphase kann die Stadt mit dem Erwerb von Immobilien Werte schaffen, innerstädtische Nachverdichtung und städtebauliche Korrekturen vornehmen und so bezahlbaren Wohnraum für ihreBürger schaffen.“ Kassier Johann Irber legte die finanziellen Lage des SPD-Ortsvereins dar. Ihm wurde eine gewohnt penible Kassenführung von den Kassenprüfern bescheinigt. Darauf ging die Versammlung zu den Neuwahlen über, welche der Kreisvorsitzende Ewald Straßer mit Unterstützung von Ingeborg Slowik und Matthias Meier leitete. In seinem Grußwort sprach Straßer all denjenigen, die sich der Pflege alter und kranker Menschen widmen seinen Dank und Respekt aus. Zusätzlich versprach er seinen Genossen sich weiter um den barrierefreien Ausbau des Osterhofener Bahnhofs, ein persönliches Herzensanliegen seinerseits, zu bemühen. Die Wahlgänge verliefen allesamt ohne Gegenstimmen und brachten folgende Ergebnisse: Erster Vorsitzender bleibt Thomas Etschmann, zweiter Vorsitzender Robert Kröll, Schriftführer Anton Foschum, Kassier Johann Irber, Kassenprüfer Karl Schandl und Klaus Kappelmayer, Organisationsleiter Jakob Irber, stellvertretender Organisationsleiter Armin Weller. Zu Beisitzern wurdne bestimmt: Insa Pfeiffer-Ruhland, Brunhilde Irber, Angelika Foschum, Jochen Seidl, Andreas Ortner, David Lerchenberger und Alois Schöfberger. Delegierte für Kreisversammlung und Landtagswahlen: Thomas Etschmann und Robert Kröll; Ersatzdelegierte für Kreisversammlung und Landtagswahlen: Insa Pfeiffer-Ruhland und Jochen Seidl; Delegierter Unterbezirkskonferenz: Thomas Etschmann; Ersatzdelegierter Unterbezirkskonferenz: Robert Kröll. – ajs

Jetzt Mitglied werden !!!

Infos zur Mitgliedschaft :

www.eintreten.spd.de

Mitgliedsantrag Download

 

„Thomas Etschmann wird 2020 noch mehr wert sein“

Osterhofen 21. Dezember 2016 – Deggendorfer Zeitung

Weihnachtsfeier des SPD-Ortsvereins Osterhofen mit Ehrungen – Bruni Irber ist auf dem Weg der Genesung

weihnachtsfeier-2016ii

Osterhofen. Sie ist eine Kämpferin geblieben. Sicher, der Schlaganfall hat Bruni Irber gezeichnet, aber er konnte nicht ihren Mut brechen. Es mögen dunkle Stunden hinter ihr liegen, aber aufgegeben hat sie nicht. Am Sonntagabend hat Bruni Irber die Weihnachtsfeier des SPD-Ortsvereins in den „Arcobräu Stuben“ besucht und versprühte eine Zuversicht, die die arg gebeutelte SPD gebrauchen kann.

„Wir freuen uns, dass du wieder so fit bist“, begrüßte Ortsvorsitzender Thomas Etschmann die Stadträtin und ehemalige Bundestagsabgeordnete. „Liebe Bruni, ich freue mich, dich so aufrecht zu sehen“, sagte MdB Rita Hagl-Kehl. Unter den weiteren Gästen waren SPD-Kreisvorsitzender Ewald Straßer und sein Vorgänger Georg Weiß, Fraktionssprecher Karl-Heinz Hierzegger und Bernhard Taubenberger.

Gelassen beantwortete Bruni Irber die immer gleichen Fragen nach ihrem Gesundheitszustand. Nach der Reha war sie noch auf den Rollator angewiesen. Jetzt hat sie gute Aussichten, im kommenden halben Jahr wieder ganz zu genesen. Lächelnd erzählte sie, dass sie nun mit dem Stock gehen könne. „Ella Taubenberger hat mir Reinfrieds Stock gebracht“, erzählte sie dankbar lächelnd. Mit Reinfried Taubenberger haben die Osterhofener Genossen heuer eines ihrer Urgesteine verloren. Dass sie sich nun auf seinen Stock stützen kann, ist mehr als eine schöne Geste. Es ist ein Ausdruck von Zusammenhalt und tiefer Freundschaft.

Im Jahresrückblick von Thomas Etschmann sowie den Grußworten von Rita Hagl-Kehl und Ewald Straßer ließen sich die Themen kommender Wahlkämpfe erkennen. Von Flüchtlingen, Terror, Gefahr von rechts. Donald Trump und Altersarmut war die Rede. „Wir müssen als Sozialdemokraten gemeinsam für ein soziales und lebenswertes Deutschland kämpfen“, sagte Hagl-Kehl. „Die nationalistischen Hunde zerren an ihren Ketten“, erklärte Straßer und bekräftigte, dass „Nationalismus immer Krieg bedeutet.“ Wichtiger als die K-Frage sei das Wahlprogramm, fand Etschmann, und sprach sich für eine stärkere Besteuerung von Kapitalerträgen und eine auskömmliche Rente nach österreichischem Vorbild aus.

Drei Genossen wurden für 20-jährige Mitgliedschaft geehrt. Karl Wagner, Martin Schwarzhuber und Thomas Etschmann traten 1996 in die SPD ein. Etschmanns Ehrenurkunde überreichte Bernhard Taubenberger, der nach längerer Pause wieder an einer SPD-Weihnachtsfeier teilnahm.

„Als Bub habe ich in den rauchgeschwängerten 1970-ern immer Flöte gespielt“, erinnerte sich Taubenberger schmunzelnd an vergangene Weihnachtsfeiern. „Thomas ist ein Glücksfall für die SPD Osterhofen, der im Kommunalwahlkampf 2020 noch mehr wert sein wird“, betonte Taubenberger.

Den besinnlichen Teil gestalteten Jakob Irber und Karl-Heinz Hierzegger mit weihnachtlichen Texten sowie die beiden Musiker Martina und Peter Rothmeier. In der Versteigerung brachte Robert Kröll Geselchtes und Sachspenden unter den Hammer. mik

 

Natur und Kultur in Südtirol

Osterhofen 5. Oktober 2016 – Deggendorfer Zeitung

SPD-Ortsverein Osterhofen besuchte vier Tage lang das Pustertal und seine Seitentäler

spd-osterhofen-2016-ausflug

Osterhofen. Das Pustertal mit seinen Seitentälern ist das Ziel beim Jahresausflug des SPD Ortsvereins Osterhofen gewesen.

Am Donnerstag ging es ins Tauferer Ahrntal zu den Reinbach-Wasserfällen. Vom Berggasthof Toblhof aus, stiegen die 40 Teilnehmer durch eine mächtige Granitschlucht gut eine Stunde lang den Wasserfallweg bergab. Der Reinbach stürzt durch diese Schlucht in zahlreichen Kaskaden spektakulär zu Tale.

Am Freitag stand ein Ausflug ins Gsieser Tal, das bei Welsberg Richtung Osttirol abzweigt, auf dem Programm. Kleine Orte, Wiesen und stattliche alte Bauernhöfe prägen das Landschaftsbild. Hier wird sanfter Tourismus ohne Skizirkus angeboten. Nach einer einstündigen Wanderung wurde mittags auf der prächtig gelegenen Messner Hütte eingekehrt, die mit vorzüglicher Südtirolerkost aufwartete.

Der Samstag wurde der Südtiroler Volkskultur gewidmet und das Volkskundemuseum Dietenheim bei Bruneck besichtigt. Auf dem vier Hektar großen Gelände sind zwei Dutzend Bauernhäuser aus verschiedenen Südtiroler Tälern wiederaufgebaut worden.

Bei einer Führung erhielten die Teilnehmer interessante Einblicke in die Lebenswelt der Südtiroler Bauern, die heute ohne staatliche Zuwendungen nicht mehr überlebensfähig wären. Ein Abstecher zum Pragser Wildsee rundete den Ausflugstag ab.

Am Sonntag standen die Sextener Dolomiten auf dem Reiseprogramm. Mit der Gondelumlaufbahn ging es hinauf auf die malerischen Rotwandwiesen vor der Kulisse der Sextener Dolomiten. Den Teilnehmern boten sich zahlreiche Wandermöglichkeiten über Almen und Bergsteige. Nach einer Einkehr auf einer der zahlreichen Hütten ging es am frühen Nachmittag mit dem Bus zurück in die Heimat.

Die Teilnehmer bedankten sich bei Reiseleiter Toni Altmann und bei Organisator Jack Irber für das abwechslungsreiche Programm, das bei bestem Wetter absolviert werden konnte. Alle wünschten Bruni Irber, die krankheitsbedingt an dem Ausflug nicht teilnehmen konnte, baldige und vollständige Genesung.oz 

Doch eine Chance für barrierefreien Bahnhof?

Osterhofen 17. September 2016 – Osterhofener Zeitung

Bundesprogramm für kleine Bahnhöfe – DB Netze will mit Stadt schnell gemeinsam planen

osterhofen-bahnhof-iii

Osterhofen. Jetzt wird der Bahnhof Osterhofen „Chefsache“: Das hat Günther Pichler, Regionalbereichsleiter der DB Netze, gestern Nachmittag 2. Bürgermeister Thomas Etschmann und MdB Martin Burker, Vorsitzender des Ausschusses für Verkehr und digitale Infrastruktur, versprochen. Die Bahn meldet sich nächste Woche bei der Stadt Osterhofen, um eine gemeinsame Planung für die Barrierefreiheit des Bahnhofs mit der Umgestaltung des Umfelds aufzustellen.

Seit langem hatte SPD-Kreisvorsitzender Ewald Straßer „den“ Bahnvertreter des Bundestags, Martin Burkert, nach Osterhofen eingeladen. Denn die kleine Haltestelle mit täglich nur rund 700 Ein- und Ausstiegen steht auf der Prioritätenliste für den barrierefreien Ausbau ganz unten. Dabei wäre dies gerade angesichts der Fachklinik für Amputationsmedizin und Schmerztherapie sowie mehrerer Seniorenheime ein Wunsch, dessen Realisierung auch Seniorenbeauftragter Dr. Günter Müller seit langem fordert.

Allein, mit dem Einbau zweier Lifte und der Neugestaltung des Treppenaufgangs ist es nicht getan, um den hinteren Bahnsteig auch für gehbehinderte und Rollstuhlfahrer erreichbar zu machen. Zur Barrierefreiheit gehört auch, den Bahnsteig um 38 Zentimeter auf die neue, bundesweit gültige Höhe von 76 Zentimetern anzuheben – das macht es richtig teuer, erklärt DB-Regionalbereichsleiter Günther Pichler. Und lässt die Gesamtkosten auf drei bis fünf Millionen Euro wachsen, fügt 2. Bürgermeister Etschmann an. Die Stadt habe bereits zahlreiche Gespräch mit Pichler und weitere Vertretern der Bahn geführt, bislang ohne Erfolg.

Doch jetzt sind die Aussichten sehr gut: MdB Burkert zeigt sich zuversichtlich, denn der Bund hat ein Zukunfts-Investitions-Programm (ZIP) aufgelegt, mit dem genau kleine Bahnhöfe mit weniger als der bisherigen Grenze von 1000 Aus- und Einstiegen barrierefrei gemacht werden sollen. Dazu, so Burkert, werde im November die zweite Tranche mit weiteren 50 Millionen Euro aufgelegt. Er bittet die Bahn, Osterhofen dafür anzumelden und fordert, in Niederbayern alles zu tun, bis der letzte Bahnhof – und das ist in diesem Fall Osterhofen – barrierefrei wird.

Bürgermeister Etschmann betonte, die Barrierefreiheit stehe in der Agenda der Stadt weit oben. Zumal sie selbst die Umgestaltung des Bahnhofsumfelds 2017 endlich in Angriff nehmen will. Dabei soll das ehemalige Lagerhaus, das mittlerweile die Stadt erworben hat, abgerissen, die Straße verschwenkt und eine neue Parkplatzanlage samt Fahrradabstellmöglichkeit und Taxiplätzen geschaffen werden.

Bundesweit sind es noch mehr als 3000 Bahnhöfe, bayernweit an die 600, die noch nicht barrierefrei sind. Ihr Ausbau bleibt trotz ZIP eine „Riesenherausforderung“, führt Regionalbereichsleiter Günther Pichler an. Doch mit ZIP sei es nun für Osterhofen möglich – und deshalb will er mit der Stadt „ganz schnell“ eine Vereinbarung schließen: „Das muss eine gemeinsame Planung werden“, sagte er.

Denn die Schwierigkeiten sind damit noch nicht gemeistert: Da der Bahnhof auf einer Transeuropäischen Verbindung liegt, müssen Baumaßnahmen mindestens 27 Monate vorher angemeldet werden. Straubing ist auf der Trasse bereits begonnen, Vilshofen wird derzeit angemeldet.

Ministerpräsident Horst Seehofer hat 2023 als Ziel ausgegeben, um Bayern barrierefrei zu machen: SPD-Kreisvorsitzender Ewald Straßer forderte MdL Bernhard Roos auf, in der Landtagsfraktion das Thema aufzugreifen. Dieser will den Ausbau der Barrierefreiheit in der Klausursitzung nächste Woche einbringen und dankte dem Bund für die Aufstockung der Mittel gerade für kleine Bahnhöfe.

Diskutiert wurde zudem der Ausbau überregionaler Strecken, Ewald Straßer regte eine Verbesserung der Bahntrasse Niederbayern-Tschechien an. Laut Martin Burkert werde darüber derzeit beim Bundesverkehrswegeplan diskutiert – „wir sind dran“ – um in Marktredwitz und auf der Linie Regensburg – Hof Verbesserungen zu schaffen. Auch für den Güterverkehr, denn in den nächsten 15 Jahren werde die Zahl der Lkw um 30 Prozent steigen. Und dies kommt, so Roos, bei der bundesweit am stärksten belasteten Autobahn, der A 3, noch dazu. gs