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Aktuelle Termine

„Einheimischen-Modell“ fürs Baugebiet

PNP Osterhofener Zeitung 03.02.2020

SPD-Wahlversammlung – Bürgermeister-Kandidat Thomas Etschmann nimmt Anregungen auf

Altenmarkt. Die Kommunalwahl wird spannend: Die SPD hat am Freitagabend bei einer Wahlversammlung im „Altenmarkter Hof“ ihre Kandidaten vorgestellt. „Ich habe von allen Bewerbern das längste Mindesthaltbarkeitsdatum“, scherzte Thomas Etschmann, der für die Sozialdemokraten als 1. Bürgermeister ins Rathaus einziehen will. Von den drei Bürgermeisterkandidaten ist Thomas Etschmann mit 47 Jahren der jüngste. Als stellvertretender Bürgermeister hat er seit 2008 Erfahrung in diesem Amt gesammelt. Etliche der gut 40 Besucher schätzen die Mischung aus ruhiger Gelassenheit und Leidenschaft für die Sache, mit der Etschmann Kommunalpolitik betreibt. „Mir geht es um die Sache“, betonte er. Etschmann drängt sich nicht in den Vordergrund. Ganz bewusst ließ er den Kandidaten der Stadtratsliste den Vortritt, sich vorzustellen. 18 von 24 Kandidaten der gemeinsamen Liste der SPD-Ortsvereine Osterhofen und Gergweis warben an diesem Abend beim Publikum um Stimmen. Die Zahl von derzeit sechs Mandaten im Stadtrat will die SPD mindestens halten und gerne auf sieben Sitze ausbauen. Eigentlich will Etschmann keine Wahlversprechen machen, aber beim Baugebiet am Wasserturm in Altenmarkt wird er konkret: „Im 2. Bauabschnitt gibt es ein EinheimischenModell bei der Vergabe!“, verspricht Etschmann. Etlichen Bürgern stößt sauer auf, dass auswärtige Investoren zu Lasten von einheimischen Familien mit Kindern das Wohnbaugebiet am Wasserturm als Renditeobjekt sehen. Thomas Etschmann spricht sich deshalb bei der Vergabe von Baugrundstücken für ein „Einheimischenmodell“ nach dem Vorbild der Gemeinde Moos aus. Die Besucher der Wahlversammlung quittierten Etschmanns Versprechen mit tosendem Applaus. Auch die Erschließungsstraße zum Baugebiet am Wasserturm stößt auf den Unmut von Bürgern. Beim Schafkopfen sei er auf den äußerst schmalen Gehsteig dieser Straße angesprochen worden, erzählte Etschmann. Das Trottoir ist kaum breiter als ein Kinderwagen. Zu schmal für ein derart großes Baugebiet, fanden viele Besucher der Wahlversammlung. Die Straße ist in der Tat eine Art Gratwanderung. Sie erschließt nicht nur ein Wohngebiet, sondern müsse auch breit genug für landwirtschaftliche Fahrzeuge sein, merkte ein Bürger an. Thomas Etschmann notierte sich die Anregungen des Publikums und skizzierte seinen Politikstil: „Jeder Bürger hat den Anspruch, ernst genommen zu werden. Diesem Grundsatz habe ich mich immer verpflichtet gefühlt.“ Konkret wurde es auch beim Thema Neubau der Grundschulturnhalle: Eine Bürgerin wollte wissen, ob der Bau einer Zweifachturnhalle angedacht sei, und brachte die aktuelle Situation an der Grundschule mit über 400 Kindern auf den Punkt: „Das kann sich ein Erstklässler ausrechnen, dass die Kinder nicht in die Umkleide passen!“ Derzeit werden ganze Grundschulklassen mit dem Bus zum Schulsport in die Dreifachturnhalle gefahren. Auch abends werden die Platzprobleme nicht besser: Im Winter konkurriert der Fußballnachwuchs mit erwachsenen Sportlern um jede Minute in der Halle. Bei vielen Eltern stößt diese Situation auf Unmut. Thomas Etschmann und Matthias Meier sitzen für die SPD im Bauausschuss. Die beiden Stadträte gaben Auskunft über mögliche staatliche Förderprogramme. Als Architekten waren hier auch die beiden Stadtratskandidaten Jochen Seidl und Andreas Ortner gefragt. Viele Bürger wollten wissen, wie es mit dem Klosterareal weitergehen solle. Jede Nutzung müsse im Einverständnis des Eigentümers erfolgen, sagte Etschmann. SPD-Fraktionssprecher Karlheinz Hierzegger kann sich vorstellen, dass man im Zuge von Ministerpräsident Söders Initiative eine Behörde nach Altenmarkt verlagern könne. Ein großes Anliegen sind Thomas Etschmann seniorengerechte Wohnformen im gewohnten sozialen Umfeld: „Zwischen eigenem Zuhause und Altenheim gibt es noch mehr.“ So plädiert Etschmann für SeniorenWGs und kleinere Wohneinheiten. Dafür könnten etwa alte Vierseithöfe seniorengerecht umgebaut werden. Die Kommune könne sich hier für ein Leuchtturmprojekt starkmachen. Beim Bauen will Etschmann als Bürgermeister auf Innenverdichtung setzen: So gebe es 4300 Wasseranschlüsse in der Stadtgemeinde, aber es seien nur 4000 Wasserzähler verbaut. Demnach liegen also 300 Wasseranschlüsse auf Grundstücken brach, auf denen gebaut werden könne. Etschmann ist Wahl-Altenmarkter und hat im Ortsteil ein Haus gebaut. „Ich werde kein Klosterer, aber ich bin Altenmarkter mit Leib und Seele!“, sagte Thomas Etschmann, der als Jugendlicher beim TSV Altenmarkt Fußball gespielt hat. Er kennt die Feinheiten im „Kloster“. − mik

 

Engagement und Hartnäckigkeit

PNP / Osterhofener Zeitung 20.02.2020

Portrait zur Kommunalwahl: Thomas Etschmann (SPD) will 1. Bürgermeister werden

Osterhofen. Kommunalpolitik ist die Königsdisziplin der Politik: „Hier kann man die Auswirkungen der Politik direkt sehen“, sagt Thomas Etschmann. Für den 47- Jährigen ist das ein Grund, für das Amt des 1. Bürgermeisters in Osterhofen zu kandidieren. Seit 2005 ist Etschmann Mitglied des Stadtrats, seit 2008 zweiter Bürgermeister. Und bei der Kommunalwahl 2014 hat er als Bürgermeister-Kandidat sehr respektable 40,77 Prozent der Wählerstimmen erhalten. „Ausgesprochenen Gerechtigkeitssinn“ und „ein soziales Gewissen“ führt der SPDOrtsvorsitzende als Gründe für sein Engagement auf kommunaler Ebene an. Oftmals werde er von Bürgern angesprochen, die ihm ihre Anliegen schildern, für die er sich gerne einsetze: Das Helfen sei ihm wichtig. Und der Grundsatz: „Jeder Bürger hat den Anspruch, dass er ernst genommen wird“. Geprägt wurde er von Diskussionen mit seinen Eltern und seinem Schulfreund Bernhard Taubenberger sowie von einigen Lehrern, die sein Interesse an Geschichte und Politik weckten. Inzwischen ist er selbst Lehrer an der Mittelschule Osterhofen und kann daraus viele Kompetenzen in die Politik einbringen: Lehrer müssen sehr vielseitig sein, mit vielen Kollegen, Sozialpädagogen, aber auch Berufsberatern oder Vertretern der Wirtschaft zusammenarbeiten, sie müssen flexibel sein und Organisationstalent beweisen, erläutert Etschmann. Zudem hat er viel Erfahrung in der Kommunalpolitik gesammelt. Entsprechend nennt er jede Menge Ziele, die er für Osterhofen umsetzen will. Die Einführung eines Stadtbusses zum Beispiel: Die Stadt könnte über Werbung einen Kleinbus finanzieren und auf Anmeldung ähnlich dem Rufbus-System des Landkreises die Ortsteile anfahren – mit flexibleren Haltestellen in den Dörfern, auch mal zum Supermarkt und an den Tagen, an denen ausreichend Nachfrage herrscht. Für Mehrgenerationenhäuser, Wohnprojekte für Senioren auf den Dörfern und seniorengerechtes Wohnen sollte sich die Stadt ebenso – auch finanziell – engagieren, schlägt Etschmann vor: „Zwischen Eigenheim und Altersheim gibt es noch mehr“, lautet sein Schlagwort. Die nun geplante Sanierung der Dreifachturnhalle war ihm schon länger ein Anliegen. Mit der Neugestaltung des Schulcampus und dem Neubau der Realschule durch den Landkreis fordert Etschmann im Nachgang die Generalsanierung der städtischen Mittelschule im A- und B-Bau. Der SPD-Politiker wünscht sich ein Konzept für die Ansiedlung von Fachärzten, aber auch von Landärzten: „Das Vilstal hat keinen Hausarzt mehr und für Senioren ist die Fahrt ins Stadtzentrum aufwendig“, weiß er. Überhaupt müssten die Dörfer ein attraktiver Lebensraum bleiben, meint Etschmann, etwa mit der Ausweisung von ausreichend Baugrundstücken („in Gergweis hätte man längst für Nachschub sorgen müssen“) und dem Bau einer Kinderkrippe: Den beantragte die SPD Fraktion schon 2018 für Galgweis, nach einer Bedarfsstudie soll nun eine Krippe und sogar eine zweite Kindergarten-Gruppe eingerichtet werden. Die damit verbundene Quartiersplanung samt Ausweisung von Bauplätzen befürwortet der Bürgermeister-Kandidat sehr. Auf der gegenüberliegenden Seite der großen Stadtgemeinde Osterhofen, in den Donaudörfern, plädiert Etschmann dafür, einen Bebauungsplan fertig zu stellen, um diesen sofort einzusetzen, wenn der Hochwasserschutz so weit ist. Ungeregelt sei, ob das Opfergeschoss bei Gebäuden, die nun im Innenbereich der Donaudörfer errichtet werden, nach dem Ausbau des Schutzdeichs wieder genutzt werden kann: Dafür will er sich stark machen – auch wenn das nicht in der Kompetenz der Kommunalpolitik liegt. Im Osterhofener Stadtzentrum nennt der SPD-Kandidat weitere Vorhaben, darunter die Erweiterung des Stadtparks: Einen Lückenschluss, für den er schon ein Tauschgrundstück in ähnlicher Größe wisse. Dort könnte die Skateranlage für Jugendliche aufgestellt werden. Überhaupt müsse für die Jugend auch im Stadtzentrum mehr getan werden: Auf den Dörfern gebe es Landjugendheime, in Osterhofen selbst sei aber kein Anlaufpunkt für die Jugend geboten: Thomas Etschmann schlägt ein Jugendcafé vor, das die Jugendlichen selbst betreiben (mit Aufsicht Erwachsener), dazu einen Probenraum für Bands oder eine Kleinkunstbühne. Als Umweltschutzbeauftragter der Schule liegt ihm die Bewerbung Osterhofens als „Fair-Trade“-Kommune am Herzen – ähnlich wie Hengersberg, Deggendorf oder Vilshofen. Die Herzogstadt könnte Apfelsaft von Streuobstwiesen pressen lassen und bei öffentlichen Veranstaltungen in der Stadthalle ausschenken. Man könnte die Zutaten für Mensa-Essen in Schulen und Kindergärten bei regionalen Gemüsebauern beziehen und auch die Gaststätten für fair gehandelte, regionale Produkte ins Boot holen. Von seinem Wohnhaus aus blickt Etschmann direkt auf das Altenmarkter Kloster: ein „Kulturgut allerhöchster Güte“, für das er als Bürgermeister zumindest einen Einstieg in eine Nachfolgenutzung mit dem Privateigentümer besprechen würde. Man könnte das vorhandene Basketballfeld für Jugendliche nutzen, das ehemalige Kaplanhaus und den Klostergarten, oder Parkplätze fürs naheliegende Gasthaus Thalhauser zur Verfügung stellen. Thomas Etschmann ist der Kommunalpolitik seit langem verbunden und in vielen Themen und Bereichen der Stadt Osterhofen bewandert. „Mit Engagement und Hartnäckigkeit, da kann man etwas bewegen“, ist er überzeugt. − gs

Unsere Termine vor Ort

Termine Wahlveranstaltungen 2020

Unser Flyer mit Kandidaten/innen und Wahlprogramm

Alle Kandidaten / innen und unser Wahlprogramm zur Ansicht und Download :

SPD Osterhofen Flyer / Kommunalwahl 15. März 2020

Erste Wahlveranstaltung zur Kommunalwahl am 15. März 2020

Gut besuchte Veranstaltung im Gasthaus Knöckl – Haardorf

Bei der Auftaktwahlversammlung im Gasthaus Knöckl/Haardorf anlässlich der Kommunahlwahl am 15. März 2020 konnte der örtliche SPD-Stadtrat, Robert Kröll, zahlreiche Besucherinnen und Besucher willkommen heißen. Nachdem Robert Kröll kurz seine persönlichen Schwerpunkte bei der Kommunalwahl erläuterte, stellten sich anschließend die einzelnen Kandidatinnen und Kandidaten für den Osterhofener Stadtrat vor. Schließlich übergab Robert Kröll das Wort an den SPD-Bürgermeisterkandidaten Thomas Etschmann, der anhand zahlreicher konkreter Beispiele seine Ziele im Fall eines Wahlsieges vorstellte.

Mehr Bäume, Wohnungen und Zisternen

PNP 18.12.2019 Osterhofener Zeitung

Weihnachtsfeier der SPD mit Ehrungen – Besinnliche Worte zur ungewissen Zukunft der Partei

Osterhofen. Als Jakob Irber, Johann Irber und Anton Altmann 1969 in die SPD eingetreten sind, lag gesellschaftliche Aufbruchstimmung in der Luft. „Mehr Demokratie wagen“ aus Willy Brandts Regierungserklärung entfaltete eine Bindungskraft über ideologische und politische Gräben hinweg, die bis heute fortwirkt. Für 50 Jahre Mitgliedschaft in der SPD hat der Ortsverein Osterhofen die treuen Genossen am Sonntagabend im Rahmen der Weihnachtsfeier in den „Arcobräustuben“ geehrt.
Ortsvorsitzender Thomas Etschmann und Kreisvorsitzender Ewald Straßer ehrten weitere langjährige Parteimitglieder: Insa Pfeiffer-Ruhland (10 Jahre), Robert Kröll (25), Wolfgang Schandl (25), Maria-Luise Irber (30), Josef Lerchenberger (30) und Nikolaus Kappelmayer (40 Jahre).
Mit „Mehr Umverteilung wagen“ griff Thomas Etschmann ein aktuelles Schlagwort auf, aus dem die aktuelle Stimmungslage der Sozialdemokraten spricht. „Die SPD muss wieder die Verkörperung der Sozialstaatlichkeit werden“, sagte Etschmann und fuhr fort: „Umverteilung ist kein sozialistischer Restposten.“
Bei der Kommunalwahl 2020 will der SPD-Bürgermeisterkandidat die Bürger mit „nachhaltiger und bürgernaher Politik überzeugen.“ Bezahlbarer Wohnraum, mehr Radwege und eine Erweiterung des Stadtparks zählen zu den Themen, die Etschmann als Bürgermeister in die Tat umsetzen will. Etschmann will den Bau von Zisternen bezuschussen, um bei Starkregen mehr Regenrückhaltemöglichkeiten zu schaffen. In städtischen Baugebieten soll jeder Häuslebauer pro Kind einen Obstbaum erhalten. Für die Jugend will Etschmann mehr Räume und Plätze schaffen, etwa einen Skaterpark.
SPD-Kreisvorsitzender Ewald Straßer freute sich besonders über Etschmanns Vorhaben, Osterhofen als „Fairtrade“-Kommune zertifizieren zu lassen, wie das bereits in Straßers Heimatgemeinde Hengersberg der Fall ist.
Thomas Etschmann überreichte in der Weihnachtsfeier außerdem das SPD-Parteibuch an Neumitglied Marianne Willnecker. Als Auktionator brachte Robert Kröll gekonnt Sachspenden in der Versteigerung unter den Hammer.
„Die Bindungskraft der Volksparteien ist verloren gegangen“, sagte Jakob Irber nachdenklich. Er griff damit einen Gedanken Willy Brandts aus dem Jahr 1987: Brandt machte sich bereits damals Sorgen über die Zukunft der SPD als Volkspartei. Jakob Irber stellte die rhetorische Frage, ob er als junger Mensch noch einmal in die SPD eintreten würde, ließ die Antwort bewusst offen und betonte: „Deutschland braucht eine Partei wie die SPD, um die Demokratie zu erhalten.“ Die SPD müsse eine Zukunft versprechen, die man einlösen könne.
− mik

Wahlversammlungen anlässlich Kommunalwahl am 15. März 2020

1) Haardorf: Samstag, 4.1.2020, 19 Uhr, GH Knöckl
2) Arbing: Sonntag, 12.1.2020, 19 Uhr, Vereinsheim
3) Thundorf: Samstag, 18.1.2020, 19 Uhr, GH „Zur Überfahrt“
4) Altenmarkt: Freitag, 31.1.2020, 19 Uhr, GH Thalhauser
5) Wisselsing: Dienstag, 04.2.2020, 19 Uhr, Bürgerhaus
6) Kirchdorf: Mittwoch, 5.2.2020, 19 Uhr, ESC-Heim
7) Galgweis: Sonntag, 02.02.2020, 10.30 Uhr, GH Stadler
8) Gergweis: Sonntag, 9.2.2020, 19 Uhr GH „Kerzn-Stuben“
9) Aicha/Donau: Freitag, 28.2.2020, 19:30 Uhr, GH Vogl
10) Obergessenbach: Dienstag, 3.3.2020, 19 Uhr, GH Kirschner
11) Osterhofen: Dienstag, 10.3.2020, 19:30 Uhr, GH „Zum Haber

 

 

Die SPD geht mit sechs Frauen ins Rennen

Osterhofener Zeitung PNP 19.11.2019

Gemeinsame Kandidatenliste der Ortsverbände Osterhofen und Gergweis für den Stadtrat – Spitzenkandidat ist Thomas Etschmann

Mühlham. Die SPD hat sich für die Kommunalwahl am 15. März aufgestellt: Bürgermeisterkandidat Thomas Etschmann führt die Stadtratsliste an. „Wir haben eine attraktive Liste mit Damen und Herren jeden Alters und jeder Berufsgruppe“, sagte der Spitzenkandidat. Die Nominierungsversammlung fand am Sonntag im „Mühlhamer Keller“ statt.
Sechs Frauen kandidieren auf der Liste. Der Frauenanteil beträgt 25 Prozent. Unter den 24 Bewerbern sind etliche nicht bei den Sozialdemokraten Mitglied, da die SPD-Ortsvereine Osterhofen und Gergweis gemeinsam mit einer offenen Liste antreten. So etwa Dr. Stefan Platzer, der sich auf Platz sieben um einen Sitz im Stadtrat bewirbt.
Vor ihm stehen ausschließlich männliche SPD-Mitglieder, die bis auf Jochen Seidl (6.) bereits im Stadtrat sitzen: So geht der dienstälteste Stadtrat Karl-Heinz Hierzegger auf Listenplatz zwei ins Rennen, gefolgt von Matthias Meier, Tobias Etschmann und Robert Kröll. Nach Andreas Ortner auf Platz acht folgt mit Ulrike Eckl die erste Frau. Die ehemalige Bundestagsabgeordnete Bruni Irber kandidiert nicht mehr für den nächsten Stadtrat. Bruni Irber und Bürgermeisterin Liane Sedlmeier sind aktuell die einzigen Frauen im Stadtrat.
Versammlungsleiter und Jurist Jakob Irber wickelte das Wahlprozedere routiniert ab. So sehen die Wahlstatuten der SPD eine Frauenquote von 40 Prozent vor. Außerdem sollen die Listenplätze im Reißverschlussverfahren abwechselnd auf Frauen und Männer verteilt werden. Da aber keine Kandidatin einen entsprechenden Anspruch erhob, konnte von den Statuten abgewichen werden. Bei der SPD herrscht tatsächlich Gleichberechtigung: Bei einem „Frauenüberschuss“ gibt es automatisch eine „Männerquote“.
Bei der Abstimmung über die Liste votierten alle 33 anwesenden Stimmberechtigten einhellig für die vorgeschlagene Reihenfolge. „Mit der Liste können wir uns sehen lassen“, sagte Jakob Irber. Aktuell stellt die SPD sechs Stadträte. Thomas Etschmann gab folgendes Wahlziel aus: „Diese Zahl mindestens halten, mindestens ein Mandat hinzugewinnen und auf Augenhöhe mit den anderen Fraktionen bleiben.“
„Ich kandidiere, weil ich Thomas Etschmann unterstützen will“, sagten etliche Kandidaten, als sie sich und ihre Beweggründe vorstellten.
Zu Vertretern im Wahlausschuss der Stadt Osterhofen bestimmte die Versammlung Johann Irber und Marianne Etschmann. „Wir hoffen, dass wir ein gutes Ergebnis einfahren“, sagte Jakob Irber. − mik

 

DIE KANDIDATENLISTE:

1. Thomas Etschmann (Lehrer),

2. Karl-Heinz Hierzegger (Lehrer i. R.),

3. Matthias Meier (Landschaftsarchitekt),

4. Tobias Etschmann (Lehrer),

5. Robert Kröll (Elektrotechnikermeister),

6. Jochen Seidl (Architekt),

7. Dr. Stefan Platzer (Kinderarzt),

8. Andreas Ortner (Landschaftsarchitekt),

9. Ulrike Eckl (Rektorin),

10. Christian Scheibel (Zimmerer),

11. Angelika Schwarzhuber (Schriftstellerin),

12. David Lerchenberger (Physikingenieur),

13. Maria-Louise Irber (Einzelhandelskauffrau),

14. Florian Altmann (Industriekaufmann mit Fachwirt),

15. Mina Šljivic (selbstständige Altenpflegerin),

16. Armin Weller (Abteilungsleiter i. R.),

17. Angelika Foschum (Postbotin),

18. Anton Foschum (Telekombeamter a. D.),

19. Andrea Seidl (Lehrerin),

20. Franz Weinberger (Maurerpolier),

21. Kurt Haberl (Gewerkschaftssekretär),

22. Stefan Ruschitschka (Rettungsassistent),

23. Michael von Bernus (Sozialpädagoge i. R.),

24. Heinz Weichselgartner (Handelsfachwirt i. R.).

Ersatzkandidaten sind: Alois Schöfberger, Karl Wagner und Anton Altmann.

 

Alle für Thomas Etschmann

Bericht PNP Osterhofener Zeitung 29.10.2019

 

SPD Ortsvereine Osterhofen und Gergweis stellen Bürgermeisterkandidat auf

Osterhofen. „Ich habe Lust wie eh und je auf dieses Amt“, sagt Thomas Etschmann lächelnd. Er strahlt Gewissheit und Zuversicht aus. Gerade haben ihn 26 Mitglieder der SPD-Ortsvereine Gergweis und Osterhofen einstimmig als Bürgermeisterkandidat aufgestellt. „Dich kennt man!“, sagte Bernhard Taubenberger, ein enger Weggefährte Etschmanns seit Kindheitstagen, bei der Nominierungsversammlung am Sonntag in den Arcobräu-Stuben. Schmunzelnd erzählte Taubenberger, für ihn sei Etschmanns Schwiegervater Josef Geßl immer der Inbegriff des CSU-Wählers gewesen. Und dann habe der ehemals „schwarze Abt beim Starkbierfest in Gergweis die SPD-Fahne geschwenkt!“, so Taubenberger weiter. Seit zwölf Jahren ist Etschmann 2. Bürgermeister. Bei der Bürgermeisterwahl 2014 holte er als Herausforderer von Amtsinhaberin Liane Sedlmeier über 40 Prozent der Stimmen. „Dich muss man dem Wähler nicht schmackhaft machen!“, stellte Taubenberger fest. Nun sei es an der Zeit für Etschmann, eine Position aufzurücken. Taubenberger betonte Etschmanns tiefe Verwurzelung in seiner Heimatstadt. Er sei der Richtige, um „Osterhofen für uns und die nachfolgenden Generationen lebens- und liebenswert zu erhalten“. Der Sportler Etschmann nahm diesen Ball gerne auf: „Fit for Future“, überschrieb er sein Wahlprogramm. Als 1. Bürgermeister will er Räume und Plätze für die Jugend schaffen. Als Ort kann er sich das Klosterareal vorstellen. Mit einem schlüssigen Konzept will er Eigentümer Max Jahrstorfer überzeugen. Den ÖPNV in der Stadt will Etschmann mit einem Rufbus attraktiver machen und so die Mobilität für Senioren und Berufstätige im ländlichen Raum verbessern. Denkbar sind auch eine Mitfahrbank am Stadtplatz und ein Jugendtaxi. Die Dörfer sollen als Lebensraum gestärkt und erhalten werden. Das Radwegenetz will Etschmann weiter ausbauen und auch die Idee einer Verbindung nach Wisselsing wieder aufgreifen. Etschmann bettete sein Wahlprogramm in die Arbeit der SPD im Stadtrat ein. So sei der Stadtpark auf eine Idee des sozialdemokratischen Stadtrates Franz Koller zurückgegangen. Etschmann sieht nun die Zeit gekommen, den Stadtpark links vom Leuchtenbergweg zu erweitern. Beim Themenfeld Wohnen und Bauen legte Etschmann einen Schwerpunkt auf bezahlbaren Wohnraum für Senioren und regte ein Mehrgenerationenhaus mit Tagespflege und mehreren altersgerechten Wohnungen an. Das Tätigkeitsfeld der Stadtgrund GmbH solle auf den Kauf und das Sanieren von leer stehenden Gebäuden erweitert werden. Es müsse zudem ausreichend Bauland in den Dörfern ausgewiesen werden. Handlungsbedarf sieht Etschmann in der Lohgasse, deren mittlerer Bereich neu gestaltet werden könne. Der SPD-Bürgermeisterkandidat möchte „Obstgärten statt Steinwüsten“: Jeder Käufer eines städtischen Baugrundstücks soll einen Obstbaum erhalten. Osterhofen solle dem Beispiel Hengersbergs und Vilshofens folgen und sich um die Auszeichnung „Fair-Trade-Stadt“ bewerben. Etschmann kündigte eine „soziale und bürgernahe Politik“ an. „Wir kümmern uns um die Leute“, sagte Thomas Etschmann. Das zeichne die SPD vor Ort aus. Als Bürgermeister will er „Osterhofen zukunftsfest machen.“ Es war diese Zuversicht, die Willy Brandt verströmte, als er vor 50 Jahren als Kanzler der Bundesrepublik Deutschland vereidigt wurde: „Der beste Weg, die Zukunft vorauszusagen, ist, sie zu gestalten.“ −  mik