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Kommunalwahl 2020

Die SPD geht mit sechs Frauen ins Rennen

Osterhofener Zeitung PNP 19.11.2019

Gemeinsame Kandidatenliste der Ortsverbände Osterhofen und Gergweis für den Stadtrat – Spitzenkandidat ist Thomas Etschmann

Mühlham. Die SPD hat sich für die Kommunalwahl am 15. März aufgestellt: Bürgermeisterkandidat Thomas Etschmann führt die Stadtratsliste an. „Wir haben eine attraktive Liste mit Damen und Herren jeden Alters und jeder Berufsgruppe“, sagte der Spitzenkandidat. Die Nominierungsversammlung fand am Sonntag im „Mühlhamer Keller“ statt.
Sechs Frauen kandidieren auf der Liste. Der Frauenanteil beträgt 25 Prozent. Unter den 24 Bewerbern sind etliche nicht bei den Sozialdemokraten Mitglied, da die SPD-Ortsvereine Osterhofen und Gergweis gemeinsam mit einer offenen Liste antreten. So etwa Dr. Stefan Platzer, der sich auf Platz sieben um einen Sitz im Stadtrat bewirbt.
Vor ihm stehen ausschließlich männliche SPD-Mitglieder, die bis auf Jochen Seidl (6.) bereits im Stadtrat sitzen: So geht der dienstälteste Stadtrat Karl-Heinz Hierzegger auf Listenplatz zwei ins Rennen, gefolgt von Matthias Meier, Tobias Etschmann und Robert Kröll. Nach Andreas Ortner auf Platz acht folgt mit Ulrike Eckl die erste Frau. Die ehemalige Bundestagsabgeordnete Bruni Irber kandidiert nicht mehr für den nächsten Stadtrat. Bruni Irber und Bürgermeisterin Liane Sedlmeier sind aktuell die einzigen Frauen im Stadtrat.
Versammlungsleiter und Jurist Jakob Irber wickelte das Wahlprozedere routiniert ab. So sehen die Wahlstatuten der SPD eine Frauenquote von 40 Prozent vor. Außerdem sollen die Listenplätze im Reißverschlussverfahren abwechselnd auf Frauen und Männer verteilt werden. Da aber keine Kandidatin einen entsprechenden Anspruch erhob, konnte von den Statuten abgewichen werden. Bei der SPD herrscht tatsächlich Gleichberechtigung: Bei einem „Frauenüberschuss“ gibt es automatisch eine „Männerquote“.
Bei der Abstimmung über die Liste votierten alle 33 anwesenden Stimmberechtigten einhellig für die vorgeschlagene Reihenfolge. „Mit der Liste können wir uns sehen lassen“, sagte Jakob Irber. Aktuell stellt die SPD sechs Stadträte. Thomas Etschmann gab folgendes Wahlziel aus: „Diese Zahl mindestens halten, mindestens ein Mandat hinzugewinnen und auf Augenhöhe mit den anderen Fraktionen bleiben.“
„Ich kandidiere, weil ich Thomas Etschmann unterstützen will“, sagten etliche Kandidaten, als sie sich und ihre Beweggründe vorstellten.
Zu Vertretern im Wahlausschuss der Stadt Osterhofen bestimmte die Versammlung Johann Irber und Marianne Etschmann. „Wir hoffen, dass wir ein gutes Ergebnis einfahren“, sagte Jakob Irber. − mik

 

DIE KANDIDATENLISTE:

1. Thomas Etschmann (Lehrer),

2. Karl-Heinz Hierzegger (Lehrer i. R.),

3. Matthias Meier (Landschaftsarchitekt),

4. Tobias Etschmann (Lehrer),

5. Robert Kröll (Elektrotechnikermeister),

6. Jochen Seidl (Architekt),

7. Dr. Stefan Platzer (Kinderarzt),

8. Andreas Ortner (Landschaftsarchitekt),

9. Ulrike Eckl (Rektorin),

10. Christian Scheibel (Zimmerer),

11. Angelika Schwarzhuber (Schriftstellerin),

12. David Lerchenberger (Physikingenieur),

13. Maria-Louise Irber (Einzelhandelskauffrau),

14. Florian Altmann (Industriekaufmann mit Fachwirt),

15. Mina Šljivic (selbstständige Altenpflegerin),

16. Armin Weller (Abteilungsleiter i. R.),

17. Angelika Foschum (Postbotin),

18. Anton Foschum (Telekombeamter a. D.),

19. Andrea Seidl (Lehrerin),

20. Franz Weinberger (Maurerpolier),

21. Kurt Haberl (Gewerkschaftssekretär),

22. Stefan Ruschitschka (Rettungsassistent),

23. Michael von Bernus (Sozialpädagoge i. R.),

24. Heinz Weichselgartner (Handelsfachwirt i. R.).

Ersatzkandidaten sind: Alois Schöfberger, Karl Wagner und Anton Altmann.

 

Alle für Thomas Etschmann

Bericht PNP Osterhofener Zeitung 29.10.2019

 

SPD Ortsvereine Osterhofen und Gergweis stellen Bürgermeisterkandidat auf

Osterhofen. „Ich habe Lust wie eh und je auf dieses Amt“, sagt Thomas Etschmann lächelnd. Er strahlt Gewissheit und Zuversicht aus. Gerade haben ihn 26 Mitglieder der SPD-Ortsvereine Gergweis und Osterhofen einstimmig als Bürgermeisterkandidat aufgestellt. „Dich kennt man!“, sagte Bernhard Taubenberger, ein enger Weggefährte Etschmanns seit Kindheitstagen, bei der Nominierungsversammlung am Sonntag in den Arcobräu-Stuben. Schmunzelnd erzählte Taubenberger, für ihn sei Etschmanns Schwiegervater Josef Geßl immer der Inbegriff des CSU-Wählers gewesen. Und dann habe der ehemals „schwarze Abt beim Starkbierfest in Gergweis die SPD-Fahne geschwenkt!“, so Taubenberger weiter. Seit zwölf Jahren ist Etschmann 2. Bürgermeister. Bei der Bürgermeisterwahl 2014 holte er als Herausforderer von Amtsinhaberin Liane Sedlmeier über 40 Prozent der Stimmen. „Dich muss man dem Wähler nicht schmackhaft machen!“, stellte Taubenberger fest. Nun sei es an der Zeit für Etschmann, eine Position aufzurücken. Taubenberger betonte Etschmanns tiefe Verwurzelung in seiner Heimatstadt. Er sei der Richtige, um „Osterhofen für uns und die nachfolgenden Generationen lebens- und liebenswert zu erhalten“. Der Sportler Etschmann nahm diesen Ball gerne auf: „Fit for Future“, überschrieb er sein Wahlprogramm. Als 1. Bürgermeister will er Räume und Plätze für die Jugend schaffen. Als Ort kann er sich das Klosterareal vorstellen. Mit einem schlüssigen Konzept will er Eigentümer Max Jahrstorfer überzeugen. Den ÖPNV in der Stadt will Etschmann mit einem Rufbus attraktiver machen und so die Mobilität für Senioren und Berufstätige im ländlichen Raum verbessern. Denkbar sind auch eine Mitfahrbank am Stadtplatz und ein Jugendtaxi. Die Dörfer sollen als Lebensraum gestärkt und erhalten werden. Das Radwegenetz will Etschmann weiter ausbauen und auch die Idee einer Verbindung nach Wisselsing wieder aufgreifen. Etschmann bettete sein Wahlprogramm in die Arbeit der SPD im Stadtrat ein. So sei der Stadtpark auf eine Idee des sozialdemokratischen Stadtrates Franz Koller zurückgegangen. Etschmann sieht nun die Zeit gekommen, den Stadtpark links vom Leuchtenbergweg zu erweitern. Beim Themenfeld Wohnen und Bauen legte Etschmann einen Schwerpunkt auf bezahlbaren Wohnraum für Senioren und regte ein Mehrgenerationenhaus mit Tagespflege und mehreren altersgerechten Wohnungen an. Das Tätigkeitsfeld der Stadtgrund GmbH solle auf den Kauf und das Sanieren von leer stehenden Gebäuden erweitert werden. Es müsse zudem ausreichend Bauland in den Dörfern ausgewiesen werden. Handlungsbedarf sieht Etschmann in der Lohgasse, deren mittlerer Bereich neu gestaltet werden könne. Der SPD-Bürgermeisterkandidat möchte „Obstgärten statt Steinwüsten“: Jeder Käufer eines städtischen Baugrundstücks soll einen Obstbaum erhalten. Osterhofen solle dem Beispiel Hengersbergs und Vilshofens folgen und sich um die Auszeichnung „Fair-Trade-Stadt“ bewerben. Etschmann kündigte eine „soziale und bürgernahe Politik“ an. „Wir kümmern uns um die Leute“, sagte Thomas Etschmann. Das zeichne die SPD vor Ort aus. Als Bürgermeister will er „Osterhofen zukunftsfest machen.“ Es war diese Zuversicht, die Willy Brandt verströmte, als er vor 50 Jahren als Kanzler der Bundesrepublik Deutschland vereidigt wurde: „Der beste Weg, die Zukunft vorauszusagen, ist, sie zu gestalten.“ −  mik

SPD nominiert Thomas Etschmann

PNP Osterhofener Zeitung 26.10.2019

Zur Klausur im Kloster Aldersbach – Antrag wegen Steuererleichterung für Vereine zugelassen Gergweis.

Bereits zum dritten Mal ist der SPD-Ortsverein Gergweis am Donnerstag im Kloster Aldersbach in „Klausur“ gegangen, um wichtige Themen zu besprechen. Der Vorsitzende Matthias Meier begrüßte die Mitglieder samt Anhang und freute sich, dem langjährigen Parteimitglied Alois Mathe, der 1962 im Alter von 23 Jahren der Partei beigetreten ist, zum 80. Geburtstag ein Geschenk überreichen zu dürfen. Danach berichtete der Vorsitzende, dass sich die Vorstandschaft des Ortsvereins mit einem konkreten Antrag an die SPD-Spitze gewandt habe, um die Steuererklärungspflicht für kleinere Vereine zu lockern. Dieser Vorschlag stieß auf Zustimmung und man wurde aufgefordert, ihn beim Bundesparteitag einzureichen, was bereits geschehen ist. Es geht darum, dass kleinere Vereine einen Freibetrag von 75 Euro pro Mitglied erhalten sollen und so erst ab höheren Vermögen eine Steuerklärung fällig werden müsste. Vereine mit unter 2000 Euro sollten komplett von der Steuererklärung befreit sein. Vereine seien das Rückgrat unserer Gesellschaft und man wolle dadurch wieder mehr Engagement und nicht Bürokratie fördern, so Matthias Meier. Außerdem wies der Vorsitzende im Hinblick auf die bevorstehenden Kommunalwahlen darauf hin, dass in der Rückschau die SPD-Fraktion mit Abstand die aktivste Gruppe im Stadtrat darstelle und die meisten Anträge eingebracht habe. Die letzten sechs Jahre sei sehr intensiv gearbeitet worden und viele große Projekte wie der geplante Bau einer Kinderkrippe im Vilstal seien auf den Weg gebracht worden. Hier wurde betont, dass die SPD-Stadträte durch die Weiterleitung und Bearbeitung vieler Anfragen von Bürgern bewiesen hätten, dass sie für die Bevölkerung jederzeit als Ansprechpartner da seien. Im nächsten Tagesordnungspunkt war es keine Überraschung, dass Thomas Etschmann einstimmig als Bürgermeisterkandidat empfohlen wurde. Es spreche alles für ihn, so Meier, seine zwölfjährige Erfahrung als 2. Bürgermeister und sein „junges“ Alter. Thomas Etschmann betonte, dass er froh sei, dass jetzt endlich der Wahlkampf beginne. Er sei mit Herzblut bei der Sache. Ebenfalls schätze er die aktive Mitarbeit der Fraktionsmitglieder in den verschiedenen Ausschüssen und auch deren kritisches Hinterfragen von Maßnahmen. So seien große Projekte wie die Vorstadtund Bahnhofssanierung, der Bau des Bürgerhauses in Wisselsing oder die elektrotechnische Sanierung der Grundschule in Gergweis umgesetzt worden. Etschmann sprach sich für den Erhalt der kleinen Grundschulstandorte und die Notwendigkeit aus, Kinder- und Jugendliche am Ort zu halten. Er lud alle zur offiziellen Nominierungsveranstaltung, morgen, Sonntag, in die Arcobräu-Stuben in Osterhofen ein. Dort wolle er noch mehr aus seinem Wahlprogramm vorstellen. Etschmann will z.B. an Firmen herantreten und gemeinsam mit ihnen den ÖPNV verbessern, um Mitarbeiter eventuell in Kleinbussen zur Arbeit zu befördern. – oz